Weygang - Museum - Öhringen

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Kaufladen-Ausstellung im Weygang-Museum

Zurück ins Ambiente von anno dazumal

Von Bodo Mezger

 

Liebevoll hergerichtete Kauf-, Hut- und Spielzeugläden, eine Miniaturapotheke, Fuhrwerke und Reliefzinn aus der Zelt um 1800 bis in die Gegenwart zeigt das Öhringer Weygang-Museum in seiner diesjährigen Sonderausstellung, die gestern eröffnet wurde.

Die Schönheit, aber auch der Arbeitsteufel stecken bei der Sonderausstellung Im Detail. Nur wer sich Zeit nimmt, wer ganz genau hin sieht entdeckt die unglaubliche Vielfalt der zahlreichen Miniaturläden, die das Weygang-Museum aus Händen dreier privater Sammler aus der Region für die Ausstellung erhalten hat.

Der Besucher taucht ein in das Ambiente der Krämer- oder Kolonialwarenläden von anno dazumal. Kindheitserinnerungen werden wach beim Blick auf die zahllosen Schuhcremetübchen, Kartoffelsäckchen, Colafläschchen oder Kaffeesahnedöschen.

Beinahe vermag man die exotischen Kräuter und Gewürze zu riechen, deren Namen die Holzschublädchen zieren, hört man das Rattern und Klingeln der altehrwürdigen Registrierkasse, in der statt Euro oder D-Mark noch Reichs- oder Rentenmark klimperten.

 

 

 

 

 

 

Wer den Blick aufs Detail richtet, mag erahnen, mit welcher Liebe die Besitzer ihre Kaufläden zusammengetragen, gepflegt und erhalten haben, aber auch welche Mühe sich die Mitarbeiter des Weygang-Museum im Vorfeld gemacht haben.
 

Auf „weit über 100 Arbeitsstunden“ schätzt Gabi Stöhr, Verwaltungsleiterin des Museums und Mitorganisatorin der Ausstellung, den gesamten Aufwand. Herausgekommen ist eine Ausstellung, die eine „räumlich und thematisch absolut gelungene Symbiose“ mit Weihnachtsmarkt und zauberhaftem Öhringen eingehe, so Bürgermeister Dieter Palotta bei der Eröffnung. Standesgemäß sind auch viele Zlnnexponate zu sehen. Daneben zeigt ein Weygang-Katalog aus der Zeit um 1900, welche Zlnnminiaturen man damals. herstellte. Die Katalogstücke sind auch fertig in Zinn gegossen zu sehen. Und die Vitrinen im Foyer beherbergen vielerlei Märchenszenen aus Reliefzinn, das Zinngießer Gerhard Weiss seit vielen Jahren gegossen und gemeinsam mit seiner Frau Rosina liebevoll und detailreich bemalt hat.